Aktuelle Zahlen zur illegalen Vogeljagd (17.10.2016)
Unser Ehrenmitglied Prof. Dr. Glutz von Blotzheim hat in einem Aufsatz zusammengestellt, wie viele Vögel pro Jahr und Land durch die illegale Vogeljagd umkommen. Eine wahrlich schauerliche „Bestandsaufnahme“! Lesen Sie hier mehr dazu.

 

6. Oktober 2016 - Vogelmord in Zypern

In Sachen Zugvogelschutz ist Zypern das Schlusslicht in Europa. Nirgends sonst stellen Vogelfänger so dreist ihre Leimruten und Netze in aller Öffentlichkeit auf, nirgends sonst ist die Polizei so untätig und sind die Strafen so niedrig. Aber ausgerechnet am schlimmsten ist die Situation auf britischem Boden. Im Süden Zyperns liegen riesige Militärbasen des Vereinigten Königreichs - ganz offiziell britisches Hoheitsgebiet. Um keinen schlechten Ruf als „Besatzer“ zu bekommen, drückt die Militärpolizei beide Augen zu, wenn es um Vogelfang geht. Die Wilderer wissen diesen Vorzug zu schätzen und stellen ihre Netze statt in der Republik Zypern lieber auf britischem Militärgebiet auf. In über 800 ganz offen sichtbaren Fanganlagen werden in jedem Jahr mindestens eine halbe Million Grasmücken, Rotschwänze und Rohrsänger gefangen!  Zwar gibt es eine eigens eingesetzte Polizei-Einheit, die gegen die Wilderei vorgehen soll, aber aufgrund fehlendem politischen Willen sind den Beamten die Hände gebunden. Aus eigenem Antrieb rückt die Polizei kaum aus, „große Fische“ bleiben stets unbehelligt und bestraft werden selbst die wenigen überführten Vogelfänger nicht.
 
Damit muss endlich Schluss sein! Das Komitee gegen den Vogelmord hat eine internationale Protestaktion gegen diesen Vogelmord gestartet. Mit einer vorgefertigten Protestemail können Sie die neue britischen Premierministerin Theresa May auffordern, sich für ein Ende des Vogelfangs auf ihren Militärbasen einzusetzen! Weitere Infos und die Protestmail finden Sie hier.

 

Gemäss dem Komitee gegen den Vogelmord e.V bekommen sie prominente Unterstützung: Momentan ist der berühmte britische BBC-Moderator Chris Packham in Zypern. Er hatte schon letztes Jahr mit seinen Berichterstattungen aus Malta für viel Wirbel gesorgt. Er war mit uns im Gelände und berichtet in einem (englischsprachigen) Beitrag darüber und bittet um Unterstützung für die Kollegen von BirdLife Cyprus und auch für uns.

 
2. August 2016 – Medienmitteilung Feuerwerk und Wasservögel

Die Ala hat Ende Juli eine Medienmitteilung zum Thema Feuerwerk und Wasservögel versendet. Anlass war der Nationalfeiertag. In zwei Studien, welche in den vergangenen Monaten im Ornithologischen Beobachter erschienen sind, konnten Martin Weggler und Stefan Werner zeigen, dass Feuerwerke Wasservögel in Massen in die Flucht treiben. Feuerwerke am 1. August sind besonders problematisch, weil viele Wasservögel zu dieser Zeit Junge haben. Besonders in der Nähe von Naturschutzgebieten und grossen Wasservogelansammlungen sollte auf Feuerwerke verzichtet werden. Die Mitteilung hat ein grosses Medienecho ausgelöst und wurde in verschiedenen Printmedien und auf vielen Online-Portalen publiziert, u. a. von der NZZ, vom Blick und von Le Matin.

 

06.06.2016 - Bialowieza
Der Bialowieza-Wald umfasst rund 1'600 km2, wovon ca. 600 km2 auf polnischem Boden liegen (der Rest befindet sich in Weissrussland). Etwas über 100 km2 sind in Polen durch den Nationalpark Bialowieza geschützt. Ausserhalb davon ist die Bewirtschaftung des Waldes erlaubt und wurde bisher auf relativ "sanfte" Art und Weise praktiziert. Entsprechend gibt es auch im bewirtschaftbaren Teil immer noch viele wertvolle alte Waldbestände, und auch das Angebot an Totholz ist dort im Vergleich zu anderen Wirtschaftswäldern sehr hoch. Trotz internationaler Proteste hat der neue Umweltminister Jan Szyszko Ende März nun aber dem Plan zugestimmt, die Holznutzung über die nächsten 10 Jahre von wie bisher geplant 60'000 m3 auf 190'000 m3 zu erhöhen. Diese Verdreifachung wird mit der Bekämpfung des Borkenkäfers begründet. Es liegt auf der Hand, dass die Entnahme mehrerer Tausend alter Bäume eine dramatische Verschlechterung der Lebensbedingungen für auf alte Wälder angewiesene Arten darstellen würde. Falls Sie sich für den Schutz des gesamten Bialowieza-Waldes in Polen einsetzen möchten, können Sie das hier tun: http://kochampuszcze.pl/ilovebialowieza. Weiterführende Information finden Sie zudem in diesem Artikel von British Birds: British Birds 2016 Bialowieza.

 

13.02.2016 - Bialowieza
Der Bialowieza-Wald umfasst rund 1'600 km2, wovon ca. 600 km2 auf polnischem Boden liegen (der Rest in Weissrussland). Etwas über 100 km2 sind in Polen durch den Nationalpark Bialowieza geschützt. Ausserhalb davon ist die Bewirtschaftung des Waldes erlaubt und wurde bisher auf relativ "sanfte" Art und Weise praktiziert. Entsprechend gibt es auch im bewirtschaftbaren Teil immer noch viele wertvolle alte Waldbestände, und auch das Angebot an Totholz ist dort im Vergleich zu anderen Wirtschaftswäldern sehr hoch. Aus Sicht der Waldbiodiversität wäre es deshalb wichtig, diese günstige Situation nicht durch starke Eingriffe zu gefährden. Offenbar bestehen nun aber Pläne, die Holznutzung massiv zu intensivieren, unter anderem als Reaktion auf Borkenkäfer-Befall. Falls Sie sich für den Schutz des gesamten Bialowieza-Waldes in Polen einsetzen möchten, können Sie das hier tun: http://kochampuszcze.pl/. Beachten Sie, dass Sie auf das Englisch-Symbol rechts oben klicken müssen, um den Text auf Englisch zu sehen. Weitere Infos zum Thema gibt es hier: http://voices.nationalgeographic.com/2016/01/19/ancient-bialowieza-forest-facing-major-destruction/.

 

10.02.2016 - Rettet die Bienen
Die Bienen verschwinden. Diese fleißigen Tierchen sind ein wahres Wunder — wir verdanken ihnen fast ein Drittel unserer Lebensmittel! Doch sie verschwinden unter einem Regen aus Pestiziden. Nun könnten die USA eines der schädlichsten Bienengifte endlich verbieten und einen weltweiten Schneeballeffekt auslösen. Doch ohne öffentlichen Druck könnte die Agrochemie-Lobby dazwischen funken.
Unterstützen Sie den Aufruf, um Bienen zu retten: https://secure.avaaz.org/de/save_the_bees_global_2016sam/?bJrGNab&v=72591&cl=9473677111