Drei Schutz- und zwei Forschungsprojekte für den Kiebitz

Kiebitz

Es steht nicht gut um den Kiebitz in der Schweiz. Aus diesem Grund und im Hinblick auf das 100-Jahr-Jubiläum schrieb die Ala 2006 einen Wettbewerb zur Unterstützung von schutzrelevanten Kiebitzprojekten aus.

Dank einer Vielzahl von Spenden konnten in der Folge fünf Projekte in Angriff genommen werden. Die beiden Forschungs- und die drei Schutzprojekte behandeln verschiedene Aspekte des Kiebitzschutzes: Im bernischen Fraubrunnenmoos und im Ala-Schutzgebiet Pfäffikersee wurden die Kiebitzlebensräume aufgewertet. Elektrozäune im thurgauischen Seebachtal und im Fraubrunnenmoos sollen die Kiebitzküken vor Prädatoren schützen. Auf dem Flughafengelände in Kloten wurde untersucht, ob und wie die auf Flachdächern erbrüteten Jungkiebitze auf die nahrungsreicheren Wiesen umgesiedelt werden können. In den grössten Kiebitzkolonien im grenznahen Ausland, im Rheintal im Vorarlberg, wurden Populationen im Ackerland und in Feuchtgebieten verglichen. Dadurch soll der Grund für die höhere Überlebensrate der Kiebitzjungen im Kulturland gefunden werden. 2009 wurde Bilanz gezogen. Welche Massnahmen helfen um den kontinuierlichen Rückgang des Kiebitzes aufzuhalten? Lesen Sie die Antworten darauf im Heft 3, Band 106, 2009 des Ornithologischen Beobachters: Das Schwerpunktheft ist ganz dem Kiebitz gewidmet.

Auch wenn die Kiebitzprojekte abgeschlossen sind, braucht der Kiebitz und seine Lebensräume weiterhin unsere Unterstützung. Spenden für die Reservate der Ala können Sie auf das Ala-Postkonto 84-8651-3 mit dem Vermerk „Reservate“ einzahlen. Herzlichen Dank.