• Der bedrohte Kiebitz Vanellus vanellus ist der "Wappenvogel" der Ala. Dieses Küken ist erst wenige Tage alt.

  • Die Ala hat zu ihrem 100-jährigen Bestehen 2009 mehrere Schutz- und Forschungsprojekte zugunsten des Kiebitzes unterstützt.

  • Der Tannenhäher Nucifraga caryocatactes versteckt jedes Jahr mehrere 10'000 Arvennüsse als Wintervorrat – und findet die meisten wieder.

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    Die exotisch wirkende Bartmeise Panurus biarmicus ist die einzige Vertreterin ihrer Familie in Europa.

  • Der Turmfalke Falco tinnunculus ist der häufigste Falke in der Schweiz.

  • Der Haubentaucher Podiceps cristatus ist bekannt für seine spektakulären Balzrituale.

  • Das hübsche Blaukehlchen Luscinia svecica ist in Europa mit mehreren Unterarten vertreten. Das weisssternige kommt in der Schweiz ausschliesslich als Durchzügler vor.

  • Der Graureiher Ardea cinerea wurde früher als Fischfresser verfolgt und fast ausgerottet, mittlerweile hat sich der Bestand in der Schweiz erholt.

Zur 109. Mitgliederversammlung der Ala trafen sich die Mitglieder am 18. März 2018 im Restaurant Löwen in Niederglatt. Erstmals führte der neue Präsident Manuel Schweizer die 73 Anwesenden durch den geschäftlichen Teil.

Zur Einstimmung auf die für den Nachmittag vorgesehene Exkursion ins Neeracherried berichteten die Gebietsbetreuer Martin Schuck und Werner Müller anschliessend über die Besonderheiten des Gebiets, das mit einer Fläche von gut 100 ha eines der grössten Flachmoore der Schweiz ist. Das heutige Ried ist der Rest eines ehemals mehrere Quadratkilometer grossen Riedgebietes und ist von intensiv genutztem Landwirtschaftsland umgeben. Die im Rahmen von Aufwertungsprojekten erstellten offenen Flachgewässer sind ornithologisch von grosser Bedeutung und haben dazu beigetragen, dass das Neeracherried heute das vogelartenreichste Gebiet des Kantons Zürich ist. Anlaufstelle für interessierte Besucherinnen und Besucher und Freiwillige ist das BirdLife-Naturzentrum Neeracherried, das mit Ausstellungen, Führungen, Workshops und Projektwochen für Schulen und andere Gruppen wertvolle Naturschutzarbeit leistet. Eine Beobachtungsplattform direkt beim Zentrum sowie der Naturpfad mit zwei Hides ermöglichen spannende Einblicke in das vielfältige Leben im Ried ohne zu stören.

Auf der Exkursion am Nachmittag konnten die Teilnehmenden die noch verbliebenen Wintergäste im Ried sowie erste Rückkehrer aus dem Süden beobachten. Dank dem hohen Wasserstand haben sich im Winter viele Gründelenten eingefunden: Auf den Flachwasserteichen tummelten sich grosse Gruppen von Krickenten und einige Knäkenten, auch Pfeif- und Schnatterenten waren zahlreich vorhanden. Am Rand der kleinen Inseln waren Bekassinen zu beobachten, und ein Rohrweihen-Männchen präsentierte sich mit seinem eleganten Flug. Auf den offenen Riedflächen befand sich eine Gruppe von Kampfläufern auf Nahrungssuche, einige besonders vom Glück begünstigte Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten sogar eine Zwergschnepfe beobachten. Mit besonderem Interesse besichtigten die Ala-Mitglieder den erst kürzlich mit Unterstützung der Ala renaturierten Bereich der Saumbachwiesen am Ostrand des Neeracherrieds. Die neuen Flächen haben sich gut entwickelt. 2015 wurde am Rand der Saumbachwiesen ein Beobachtungsturm erstellt, der gleichzeitig auch der Besucherlenkung dient. Seit der Turm für interessierte Besucherinnen und Besucher zur Verfügung steht, haben sich die Störungen in den Saumbachwiesen deutlich verringert.

Bericht: Beatrice Miranda-Gut

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