• Der bedrohte Kiebitz Vanellus vanellus ist der "Wappenvogel" der Ala. Dieses Küken ist erst wenige Tage alt.

  • Die Ala hat zu ihrem 100-jährigen Bestehen 2009 mehrere Schutz- und Forschungsprojekte zugunsten des Kiebitzes unterstützt.

  • Der Tannenhäher Nucifraga caryocatactes versteckt jedes Jahr mehrere 10'000 Arvennüsse als Wintervorrat – und findet die meisten wieder.

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    Die exotisch wirkende Bartmeise Panurus biarmicus ist die einzige Vertreterin ihrer Familie in Europa.

  • Der Turmfalke Falco tinnunculus ist der häufigste Falke in der Schweiz.

  • Der Haubentaucher Podiceps cristatus ist bekannt für seine spektakulären Balzrituale.

  • Das hübsche Blaukehlchen Luscinia svecica ist in Europa mit mehreren Unterarten vertreten. Das weisssternige kommt in der Schweiz ausschliesslich als Durchzügler vor.

  • Der Graureiher Ardea cinerea wurde früher als Fischfresser verfolgt und fast ausgerottet, mittlerweile hat sich der Bestand in der Schweiz erholt.

Ein Bericht von Rita Schmidlin, 8372 Wiezikon

Haubentaucher Yverdon

Vom Bahnhof Yverdon führte der Weg der Thièle entlang zur Bucht von Yverdon. Eine erste knifflige Frage von Livio konnten die Teilnehmenden fast ohne Zögern korrekt beantworten. Er wollte nämlich das Geschlecht der zwei schwimmenden Stockenten auf der Thièle wissen. Männchen, ganz klar, zwar in der Mauser und daher sahen sie fast gleich aus wie die Weibchen, aber mit gelbem Schnabel.

Nach einem kurzen Spaziergang war die Bucht erreicht und alle richteten sich mit Fernrohr und Feldstecher ein und hofften auf viele interessante Vögel. Da wurde wirklich niemand enttäuscht, innert kurzer Zeit kam eine stattliche Zahl von Arten zusammen, mit einigen Höhepunkten wie Knäkenten, Zwergdommel und Rohrweihe. An einem zweiten Beobachtungsplatz war die Sicht auf die Möwen und Flussseeschwalben bedeutend besser und die nächste grössere Überraschung folgte bald. Ein Fischadler zog vorüber, leider kehrte er trotz den Zurufen nicht zurück! Als freudige Entdeckung meldete Livio Rey eine Schwarzkopfmöwe im Jugendkleid. Gleich daneben waren Lachmöwen im Jugendkleid und so war es einfach, die Unterschiede zwischen beiden zu erkennen. Wie bei vielen anderen Vögeln erläuterte der Exkursionsleiter mit vielen Tipps, auf was beim Beobachten geachtet werden sollte, um eine Art sicher zu bestimmen. Er gibt dabei seine ganz persönlichen Erfahrungen weiter, was sicher nicht nur der Berichterstatterin eine willkommene Bereicherung vermittelte.

Die Mittagsrast verbrachten einige gleich am Beobachtungsplatz, um ja nichts zu verpassen. Andere genossen die schöne Anlage um in Ruhe eine Verpflegungspause einzuschalten. Ein Stand-up-Paddler, der trotz Verbot ins geschützte Gebiet eindrang, vertrieb leider kurz danach einen grossen Teil der anwesenden Vögel. Zuerst flüchteten die Graugänse, dann folgten viele weitere Vögel, die sich offensichtlich nicht mehr sicher fühlten in der Bucht. Livio Rey machte dem Ruhestörer lautstark klar, dass er aus dem Naturschutzgebiet verschwinden soll. Dieser hatte aber das Gefühl, dass er ausserhalb der geschützten Zone war.

Anschliessend wurde beschlossen, einen Spaziergang in den nahen Auenwald zu machen. Wie üblich ist es im August eher ruhig in den Wäldern, einige Vogelstimmen waren aber doch noch zu hören wie Zilpzalp, Mönchsgrasmücke und Kernbeisser. Der Weg durch den Wald war angenehm im Schatten, was sicher alle schätzten, es war in der Zwischenzeit doch recht heiss geworden. Eine wunderschöne Libelle konnte noch bestimmt werden, was auch Freude machte. Blaupfeil oder Plattbauch, war die Frage. Vergleiche im Fachbuch brachten die Lösung: Grosser Blaupfeil, junges Männchen in der Umfärbung.

Die Teilnehmenden waren mit dem Vorschlag von Livio Rey gerne einverstanden, den Schluss der Exkursion etwas früher zu machen und dafür noch gemeinsam am Bahnhof einen Kaffee zu trinken. Ein grosser Dank ging an den Exkursionsleiter für dieses tolle, spannende und lehrreiche Sonntagsvergnügen!

Liste der beobachteten Vogelarten (PDF)

 

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